The London Tower Bridge

Im Rahmen meines Sprachurlaubs in London hatte ich werktags nach dem Unterricht in der Schule reichlich Zeit, mich den sehens- und erlebenswerten Seiten Londons zu widmen. Nach 14:30 Uhr stand mir die Welt offen. Quasi das Erlebnis nach der Pflicht. Und da die erste Woche meines Aufenthaltes sehr, sehr viel Sonnenschein bot, nutzte ich diese Zeit gerade in diesen Tagen ausgiebig.

Ich konnte jeden Tag durch Londons Straßen schlendern, opulente Bauwerke betrachten und näher erkunden oder auch mir einfach nur in den zahlreichen Parks die Sonne auf die Nase scheinen lassen.

Nachfolgend schildere ich euch meine Erlebnisse und Eindrücke.

Heute geht es zu einem der Wahrzeichen Londons.

Einleitung

An meinem ersten Tag in London schlenderte ich nach dem Besuch des British Museum in Richtung Themse. Ich wollte die wärmenden Sonnenstrahlen aufsaugen und die Gelegenheit nutzen, das erste Mal in das Flair der Stadt einzutauchen.

Der Weg war von vielen spektakulären Orten gesäumt. Es ging quer durch die Stadt vorbei an unzähligen Bauwerken, die ich bis dato nur von Bildern kannte. Der Weg führte unter anderem vorbei an der Festungsanlage, dem Tower of London, in dem die Kronjuwelen ausgestellt sind, bis hinunter an die Themse.

Schon aus der Ferne imponierend – die London Tower Bridge

Erstkontakt

Schon von Weitem war die Tower Bridge im strahlenden Sonnenschein zu sehen. Je mehr ich mich dieser entlang der Themse näherte, desto größer und imposanter tauchte sie in all ihrer Pracht vor mir auf.

Es gibt kaum ein Bauwerk, was mich bisher so beeindruckt hat. Die Tower Bridge strahlte gleichzeitig Erhabenheit und Macht aus, wirkte andererseits in ihrer Pracht wie aus einer anderen Welt. Als ich schließlich direkt über die Ufermauer hinweg auf sie blicken konnte, konnte ich die große Popularität dieses Bauwerks nachvollziehen.

Es gibt keinen Ort Londons, welchen ich mehr auf Fotos bannte. Die Brücke von vorne, die Tower Bridge von der anderen Seite, sie beim Überqueren und dann wieder von ihr herunter mit Blick auf die Themse. Mir war sofort klar, dass dies mein persönliches Highlight Londons wird. Und ich unbedingt das Innere sehen wollte.

Aus der Nähe unwiderstehlich schön.
Die Themse von der London Tower Bridge aus

Das Innere der London Tower Bridge

Gesagt, getan. Zwei Tage später startete ich dann meine persönliche die Tower Bridge Tour. Zugleich auch ein Trip in die Vergangenheit des Wahrzeichens Londons. Am Eingang im Nordwestturm der Brücke gelangte ich schnell an die Kasse. 9,80 Britische Pfund waren für die Besichtigung fällig. Die nette Dame an der Kasse wies mich noch auf sympathische Weise darauf hin, unbedingt die Maschinenräume nach Verlassen der Tour anzusehen. Auch diese wären sehr sehenswert.

Aber zuerst ging es nach oben. Nach kurzem Anstehen am Aufzug fuhren wir in die Höhe. Und stiegen 42 Meter oberhalb der Zugbrücke aus der ca. 20 Personen fassenden Kabine. Dort erwartete uns ein wie zu Bauzeiten der Brücke hergerichteter Raum und wir konnten uns einen kurzen Film über den Bau und die Konstruktion der Brücke ansehen. Anschließend ging es raus auf die Brücke.

Es gibt zwei Gänge über der Fahrbahn. Diese trafen sich jeweils an den großen Türmen und führten separat über der Straße durch. Auf beiden Seiten beider Gänge waren Vitrinen mit Gegenständen aus der Bauzeit aufgereiht. Bilder aus den Jahren 1884 (Entwurf) bis 1894 (Fertigstellung und Eröffnung) dokumentierten den damaligen Baufortschritt. Die Konstruktion wurde ausführlich dargelegt und die Architekten gewürdigt. Natürlich durften auch ein paar Statistiken nicht fehlen. Und das alles untermalt von einem atemberaubenden Ausblick auf London und die Themse. Geschichte und Erlebnis zum Greifen.

Atemberaubende Aussicht aus der Höhe

Das Highlight

Auf beiden Fußgängerwegen auf schwindeliger Höhe waren jeweils 2 Glasböden (11 x 1,8 Meter) eingezogen. Man konnte durch diese direkt auf die Fahrzeuge darunter schauen, wie sie die Brücke überfuhren. Manch einem wurde ob des Blickes nach unten schwindelig und er setzte den Fuß erst gar nicht auf das eingelassene Glas. Der Rest lümmelte sich auf die dicken und tragkräftigen Scheiben und schaute gebannt nach unten. Wer Höhenangst hat, sollte hier etwas vorsichtig sein.

Mein gewählter Besuchszeitpunkt um ca. 17 Uhr erwies sich als goldrichtig. Denn ich hatte Glück, die Brücke in Aktion erleben zu dürfen. Genau in dem Moment, in den ich mich oben befand, wurde die Zugbrücke hochgezogen, um ein Schiff hindurchzulassen. Man konnte das ganze aus der Vogelperspektive betrachten und jede Einzelheit in Ruhe beobachten.

Wir schauten zu, wie die Straße auf der Brücke gesperrt wurde und sich die beiden Fahrbahnhälften langsam nach oben bewegten. Wir beobachteten, wie sich anschließend der Grund für dieses mächtige Schauspiel, das im Verhältnis zum Bauwerk winzige Schiff, bedächtig zwischen den hochstehenden Brückenhälften hindurchschob.

Während dieses knapp 10-minütigen Vorgangs starrten alle gebannt nach unten und gerade die Kinder konnten sich nicht sattsehen. Als dann die Fahrbahnen wieder heruntergelassen waren, ging der Weg weiter zur anderen Brückenseite.

Drüben an der Südseite angekommen, warteten auf uns die Toiletten und anschließend der Aufzug nach unten.

Von oben auf die Fahrbahn – Schwindelfreiheit vorausgesetzt

Die Zugabe

Aber die Tour war noch nicht beendet. Denn ihr solltet unbedingt dem Rat der Kassiererin am Eingang der Brücke folgen. Schaut euch unbedingt noch die alten Maschinenräume aus der viktorianischen Zeit an. Auch diese sind sehr sehenswert.

Der Eingang zu diesen befindet sich auf der Südseite der Brücke in Flusshöhe. Auf dem Boden des Fußgängerbereichs auf der Tower Bridge ist eine blaue Linie eingefasst. Diese weist den Weg zu eben den Maschinenräumen.

Auch dort gibt es viel Wissens- und Sehenswertes. Die alten Maschinen aus dem 19. Jahrhundert sind besuchergerecht aufgearbeitet worden und es führt ein Weg um sie herum. Mit ihrer Größe und der Wirkung der alten Technik sind sie eine sehr imposante Erscheinung. Es gibt wie auf dem Übergang der Tower Bridge auch hier wieder umfassende Informationen und Bilder zum Bau und dem Betrieb der alten Anlage. Und natürlich auch Zahlen und Fakten für die ganz genau Interessierten.

Beim Verlassen der Ausstellungsräume gelangt man dann rein zufällig in den Souvenirshop. Hier werden allerlei Erinnerungstücke für den tollen Aufenthalt im Tower Bridge Museum angeboten. Viele Besucher nutzten das Angebot aufgrund der noch tiefsitzenden Eindrücke ausgiebig. 

Die antiken Kessel der Maschinenräume der London Tower Bridge

Fazit

Alles in allem ein tolles Erlebnis. Nicht nur für Fans der Brücke. Auch Technikinteressierte und Sucher nach dem perfekten Foto der Themse bzw. deren Ufer sind hier prima aufgehoben. Und knapp 10 Pfund sind für Londoner Verhältnisse fast schon ein Schnäppchen.

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