Food and Beverage – Leben in London

Situation

Im ersten Teil meines London-Blogs brach ich von Zuhause zu meiner Sprachreise nach London auf und schilderte nebst all den nötigen Vorbereitungen die Anreise über den örtlichen Verkehrsverbund sowie den Flieger von Frankfurt nach London. Dort hatte ich einen Sprachkurs incl. Unterkunft bei der Bloomsbury International English Language School über 2 Wochen gebucht.  

Ihr erfahrt, welche Gedanken und Befürchtungen mir im Vorfeld dieser doch schon größeren Unternehmung im Vorfeld durch den Kopf schießen. Und natürlich auch die Schritte zum ersten Zwischenziel, dem Heathrow Airport.

Am Flughafen London angekommen, schließt sich der zweite Teil meiner Reiseschilderung an. Es ging nach der Bargeldversorgung und dem Kartenkauf ab in Londons Unterwelt, der Underground Station. Ihr erfahrt Nützliches über die „Währung der Tube“, die Oyster Card. Auch die Tourenplanung und die Beschreibung der Wege hin zu den Stationen sind Bestandteile dieses Beitrags.

Nach Verlassen der Underground-Station am Zielbahnhof „Archway“ ging es zu Fuß durch die Londoner Suburbs zum „Tremlett Grove 16“. Dort sollte ich die nächsten knapp zwei Wochen residieren.

An der Haustüre angekommen, wählte ich die Nummer des Housekeepers, die mir von meiner Sprachschule genannt wurde. Und nun harrte ich der Dinge, die da kommen sollten…

Meine Haustüre für 2 Wochen

Wohnung

Wie sich herausstellte, war die Hausverwalterin bereits vor Ort und sie öffnete mir nach ein paar netten Worten am Telefon die Haustüre. Es handelte sich um eine kleinere, sehr offene und sympathische Frau, die mich sofort warm in Empfang nahm.

Nach der Begrüßung und dem ersten Smalltalk stand ich nun mit meinem Koffer im Hausflur und wir starteten die Begehung meiner neuen Bleibe.

MEIN Reich

Das gebuchte Einzelzimmer befand sich im Erdgeschoss. Nach dem Öffnen der Zimmertür kam die erste, leichte Enttäuschung. Es war wirklich sehr klein (ca. 4 x 4 Meter). Dazu gesellten sich ein stark abgenutzter Teppichboden, ein einfacher Tisch, ein harter Stuhl, ein Einzelbett und ein wackliger Schrank – das war’s. Die weißen Wände waren an Stellen, an denen wohl mal Wasser eingetreten war, eilig überpinselt. Es wirkte alles ziemlich lieblos und nüchtern. Aber gut, das Erhoffte war zwar anders, aber bei dem Preis muss man so etwas auch einkalkuieren. Und überhaupt war ich hier zum Lernen und nicht zum Residieren. Ziel war, eh die meiste Zeit unterwegs zu sein.

Gravierender als das nüchterne Zimmer war die Vorstellung eines Gemeinschaftsbads. Es gab Zimmer im Haus, die Waschbecken und Dusche integriert hatten. Meines leider nicht . Das Bad im ersten Stock diente der Gemeinschaft und ich musste mir dieses mit einem mir unbekannten anderen Wesen des Hauses teilen. Eigentlich nichts Schlimmes, aber wer sein eigenes Bad gewohnt ist, gerne mal was rumstehen lässt und nach dem Duschen wie Gott uns schuf ins Bett huscht, muss da erst mal kurz schlucken. Aber dazu später mehr.

Mein erstes Zimmer – vor dem Wasserrohrbruch

UNSER Reich

Die Gemeinschaftsküche – der einzige Raum im Haus, an dem man neben dem Bad andere Bewohner treffen konnte – war dann doch ein erster Lichtblick. Ein heller, sauberer Raum mit großem Fenster, Balkontür und Ausblick in einen kleinen Garten. Dazu mit allem eingerichtet, was man zum täglichen Kochen benötigt. Herd, Grill, Mikrowelle, Backofen – alles vorhanden. Im Kühlschrank (Fridge) und Tiefkühler (Freezer) hatte jeder Bewohner ein eigenes Fach und im Trockenschrank genug Stauraum für die Einkäufe.

Direkt vor dem Fenster befand sich eine große Spüle, um die benutzten Sachen zu reinigen. Die obligatorische Spülmaschine war leider nur eine zum Wäschewaschen. Dies stellte sich im Laufe der Zeit als problematisch dar. Auch hierzu später einiges mehr. Im hinteren Bereich des Raums fand sich noch ein großer Tisch für gemeinsame Hausaufgaben. Und für jede Menge Kommunikation mit den Mitbewohnern, allesamt Schüler der Sprachschule.

Die beiden großen Mülleimer (für Rest- und Wertmüll) standen zentral und zeugten vom Umweltbewusstsein der Hausvermietung. Ergänzend dazu waren ringsum im Raum an den Wänden zahlreiche Tafeln mit Informationen und Hinweisen zum täglichen Ablauf in einer Gemeinschaftsunterkunft angebracht. Alles sachlich und nüchtern, aber hilfreich.

Nach der Einführung in die Gegebenheiten der Wohnung und der Verabschiedung des Housekeepers schob ich Koffer und Rucksack in mein Zimmer und auf ging es zum ersten Einkauf – der Magen hing bereits knapp über der Kniekehle. 

Der Blick durch die Balkontür der Küche – Hinterhofatmosphäre Londoner Vorort

Shopping im London

Lebensmittel

Ein paar Gehminuten vom Tremlett Grove entfernt, gibt es im Ortsinneren zahlreiche Lokale und Geschäfte. Vornehmlich mit der Absicht zur Befriedigung der täglichen Bedürfnisse. Also Supermarkets, Pubs, Barber Shops (Friseursalons), Fastfood-Restaurants und kleinere Döner-/Pizza- und Subway-Buchten. Dazu Bakeries (Bäckereien) und in einem verwinkelten Hinterhof sogar eine Shisha-Bar. Alles, was das Herz begehrt. Und an diesem Sonntag hatten alle offen.

Mein erstes im fernen London besuchtes Geschäft war bezeichnenderweise ein „ALDI“. Doch außer dem Namen und ein paar ähnlichen Produkten gab es kaum Gemeinsamkeiten mit unserem aus Deutschland gewohnten Discounter. Schade eigentlich, denn viele Produkte dort würden sich auch gut in einem Aldi Süd machen.

Was leider hier und später auch bei anderen Märkten negativ auffiel war der hohe Verpackungsgrad. Es gibt nichts, was nicht mindestens in eine Plastiktüte gepackt ist. Unverpackte Produkte gibt es in London außer bei den offenen Gemüsehändlern gar nicht. Und ja, das Vorurteil stimmt: die von uns Deutschen geliebten Vollkornprodukte sind hier praktisch nicht vorhanden. Aber egal, dachte ich mir. Ich bin in Urlaub und nicht auf einer Wellnessfarm.

Einkaufsmöglichkeiten en masse in London

Hardware

In diesem Zusammenhang abschweifend noch ein paar Worte zum Einkauf allgemein.

Souvenirs sind in Londons City wirklich günstig. Kein Wunder, denn die hiesige Konkurrenz ist riesig. An jeder Ecke findet sich ein gut sortiertes Andenkenlädchen. Jeder der von südeuropäisch ausschauenden Männern geführten Läden hat wohl den gleichen Großhändler und bietet deshalb die gleichen Produkte an. Und will natürlich  verkaufen. Also zieht der Preis. London-Tassen für ein Pfund oder T-Shirts für acht sind eher die Regel als die Ausnahme. Und verhandeln geht immer.

 

Souvenirs an jeder Ecke in London

Als Mann habe ich eher eine Aversion gegen Kleidungsgeschäfte. Der Wohlfühlfaktor darin ist für mich gleich Null. Aber in London war es gar nicht so schlimm. Verknüpft mit Urlaub und in der zweiten Woche schlechtem Wetter hat es sogar ein bisschen Spaß gemacht. Die Suche nach Schnäppchen ist in London auf jeden Fall möglich. Die Läden finden immer ihre Gründe, irgendwas im Sale anzubieten. Das Ende vom Lied in meinem Fall: der mitgebrachte 18 kg leichte Koffer wurde auf dem Rückflug mit „Heavy“ gekennzeichnet. Volle 22 kg – ausnahmslos bedingt durch neue Klamotten.

Die Regent Street oder auch die Oxford Street kennt jeder. Das sind die berühmtesten Einkaufsstraßen Londons. Mein Lieblingsplatz zum Shoppen war der Leicester Square. Gefühlt hundertmal war ich im M&M-Laden, der M&M’s World. Drei Stockwerke nur Produkte rund um die gefüllten Schokokügelchen. Traumhaft. Und als Mitbringsel gerne gesehen. An diesem Platz startete auch die Harry Potter-Sightseeing-Tour. Und der Blick aus dem Fenster im 1. OG des dort beheimateten Burger King lud ein, dem hektischen Treiben zu entfliehen und dem Ganzen von oben gelassen zuzuschauen. Tja, hier sind wir wieder beim Thema „Wellnessfarm“. Neben der Gewohnheit Sport musste in London auch der Grundsatz des gesunden Essens ein wenig weiter gefasst werden.

M&M’s World London – Leckeres im Mega-Store

Hausgenossen

Von meinem Aldi-Trip zurück, wanderte die gekaufte Pizza direkt in den Backofen unserer Gemeinschaftsküche. Die Wartezeit versüßten mir meine Mitbewohner, die nach und nach eintrudelten und ebenfalls in der Küche ihr Essen zubereiteten und einnahmen.

Wie sich herausstellte, waren wir eine sehr illustre, internationale Truppe. Interessante, kommunikative und fast ausnahmslos super sympathische Leute.

Die „Normalos“…

Eduardo aus Frankreich, Mitte zwanzig, der in diesem Haus schon viele Monate lebt und den ganzen Tag in der Schule verbringt. Wenn nicht, dann gibt’s ja noch Netflix. Er studiert Recht und möchte international tätig werden. Und genießt das Leben fernab seiner Heimatstadt Paris. Seine kleine Marotte: er weigert sich permanent, in seiner Heimatsprache zu sprechen. Zumindest habe ich kein einziges Wort Französisch aus ihm herauslocken können.

Während der 2 Wochen meines Aufenthaltes fiel das Wifi-Netz aus. Und damit auch ein Teil seiner Existenzgrundlage. Ich erinnere mich in dieser Zeit an viele Stunden in der Küche. Wir saßen da, genossen unser Essen und palaverten über Gott und die Welt. Perfektes Sprachtraining. Besonders, da englischsprechende Franzosen durchaus eine gewisse Eingewöhnungsphase benötigen. Danke, lieber Wifi-Ausfall.

Da waren Rebecca und David aus dem Ruhrpott. Ein junges Pärchen, das auf ihrer mehrwöchigen Englandtour nach der Arbeit auf einer Farm das Kontrastprogramm „Weltstadt“ kennenlernen wollten. Wir verbrachten viel Zeit miteinander. Die Pausen im Park vor der Schule, das Gedränge in der überfüllten Tube, die Zeiten in der Küche und an den Regentagen in der Schul-Cafeteria.

In der zweiten Woche stieß Frederica, Ende zwanzig, aus Italien zu unserer Truppe. Sie suchte einen Job in London und wohnte so lange in der Unterkunft der Schule. Diese war für Londoner Verhältnisse sehr günstig. Als Alibi ging sie dafür ein paar einzelne Stunden in den Unterricht. Und vervollständigte unsere illustre Truppe.

… die Phantomgenossen …

Nicht zu vergessen sind natürlich auch noch die „Phantom-Mitbewohner“. Also, diejenigen, die zwar auch im gleichen Haus wohnen, die man aber nie sieht.

Zum einen ein „älterer“ Mann um die Vierzig aus Marokko. Ich traf ihn am ersten Tag. Das war es dann auch schon – fast. Denn nach eineinhalb Wochen kam er mit Koffern bepackt und verabschiedete sich. Er flog zurück in seine Heimat. Keine Ahnung, was der die ganze Zeit getrieben hat.

Und dann mein „Lieblings-Phantom“. Ein Mädel aus Frankreich. Mitte 20. Den Namen habe ich längst vergessen. Die Erinnerung an sie werden mich mein ganzes Leben begleiten. Sie ist der Grund, dass ich nie wieder ein Gemeinschaftsbad in einer WG buchen werde.

Ich erinnere mich an den Moment, als alles anfing. Es war mitten in der Nacht. Mittlerweile war ich aufgrund eines Wasserrohrbruchs in ein Zimmer im 2. Stock gezogen. Leider auch ohne Bad. Frisch aufgewacht, ging der Weg zur Toilette. Dann die Verwunderung: Nanu, dort brannte Licht. Dort lief Wasser. Und Musik. Okay, warte ich eben noch. Zurück ins Zimmer. Eine halbe Stunde später: Mist, immer noch Licht. Immer noch Wasserrauschen. Und die Musik läuft auch noch. Jetzt wurde es langsam dringend. Wieder eine halbe Stunde später das gleiche Bild. Was tun? Warten. 

Nach eineinhalb Stunden gefühlt unendlicher Wartezeit hörte die Musik auf zu dudeln und es plätscherte nichts mehr. Ja, es war auch stockfinster im Treppenhaus. Also schnell runter, das Bad schien endlich frei. Frei ja, aber es stand unter Wasser. Alles Toipa war komplett aufgebraucht und lag im Mülleimer. Das Waschbecken mit allerlei mir unbekannten Make up-Utensilien besprenkelt. Und ich hatte mir einen großen Teil der Nacht um die Ohren geschlagen. So hatte ich mit ein Gemeinschaftsbad nicht vorgestellt.

Nachtein, nachtaus das gleiche Bild. Mein Gedanke: Lebt die nur in der Nacht? Wo ist die in der Schule? Tagsüber? Und was um Himmels Willen macht die nachts? Auf diese Fragen werde ich in diesem Leben keine Antwort mehr finden. Aber eines steht fest: mit oder ohne Phantom – nie wieder Gemeinschaftsbad!!!

… und die Mischwesen

Celine aus dem Raum Mannheim lebte schon viele Wochen hier im Haus. Schlich zu Unzeiten durch die Räume und aß ihr tägliches Müsli stets alleine im Zimmer. Sie existierte nur als Gerücht. Jeder wusste von ihr. Keiner hatte sie bisher richtig gesehen. Geschweige denn mit ihr gesprochen.

Bis ich sie eines Tages zufällig in der Küche traf. Anfang zwanzig, sehr schüchtern und unsicher. Wir kamen langsam ins Gespräch. Ich erfuhr ihre Probleme in der neuen Stadt. Die Anonymität, die Hektik und keine Kontakte in der Schule. Sie berichtete mir über ihr Heimweh. Jedes Wochenende flog sie deshalb nach Hause zu ihren Lieben. Das muss man sich mal überlegen: jeden Samstagmorgen in den Flieger nach Frankfurt und Sonntagabend zurück. Wahnsinn.

Nach und nach trafen die anderen Bewohner Eduardo, Frederica, David und Rebekka ein und wir kamen weiter ins Gespräch. Man merkte richtig, wie unsere Celine langsam auftaute und ankam. Und plötzlich wurde das Phantom ein Mitbewohner. Sie frühstückte morgens mit uns. Wir halfen uns gegenseitig beim Kochen. Trafen uns in der Schule. Und sie erlebte das erste Wochenende in London – ohne Heimflug. Gruppendynamik hat auch heilende Wirkung.

Leben in der Wohngemeinschaft

Negatives…

Es gibt Menschen, die stehen total drauf. Andere, und dazu zähle ich mich auch, halten es in einer Wohngemeinschaft nur eine begrenzte Zeit aus. Und das nicht ohne Grund. Die obige Geschichte mit dem Bad spricht Bände.

Und so toll man sich versteht, jeder Mensch hat ein anderes Sauberkeitsempfinden. Der eine spült ab und lässt das Geschirr auf dem Abtropfgestell trocken. Der andere spült abends den Kram des ganzen Tags. Solange liegt das Dreckgeschirr im Waschbecken. Der häusliche Typ trocknet sofort ab, räumt weg und kümmert sich auch um Abfalltrennung und Reinigung des Herdes. Andere genau das Gegenteil. Und der Sauberkeitszustand des Bestecks birgt immer Diskussionsstoff. Es treffen sich also viele Gegensätze auf kleinstem Raum.

Jeder hat  in so einem Fall seine eigene Strategie entwickelt, um die gewohnte Sauberkeit zu leben. Der eine versteckt „seinen“ Teller und „sein“ Besteck im Kühlschrankfach oder Tiefkühler, damit er wenigstens ein Set sauber hat. Der andere polstert alles mit Küchenrolle aus, um den Siff zu überdecken. Oder – auch ganz spannend – Celine kaufte sich Einweggeschirr aus Plastik, das obendrein abends immer im falschen Mülleimer landete.

Man könnte hier als Außenstehender raten, einfach mal das gemeinsame, klärende Gespräch zu suchen. Meine Erfahrung zeigt, dass dies nichts bringt. Man kann für wenige Wochen keinen Menschen grundlegend ändern. Auch nicht für den kurzen Zeitraum. Also Augen zu und durch. Und die bewährten Strategien weiter anwenden.    

… und Positives

Definitiv positiv sind der Zusammenhalt und die Gesellschaft.

Als mein Zimmer durch einen Wasserrohrbruch unter Wasser stand, kam Hilfe von allen Seiten. Jeder fühlte sich berufen, mir zu helfen. Der eine besorgte mir die Hotline-Nummer der Schule, um externe Hilfe anzufordern. Andere halfen beim Umzug in den Ausweichraum zwei Stockwerke höher. Wir alle schimpften gemeinsam über die Hausverwaltung, jammerten über das defekte Wifi-Netz und das Ganze auf Englisch. Gemeinsam über andere meckern. Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie so was zusammenschweißt. Herrlich.

Wir gingen morgens gemeinsam den Weg in die Schule an,  abends dann gemeinsam aus. Wir halfen ohne Eigensinn dem anderen und wurden so eine richtig eingeschweißte Haustruppe.

Abschied

An meinem letzten Abend in London stand außer Frage, dass wir noch einmal gemeinsam ausgehen wollten. Einmal richtig englisch essen. Die ganze Truppe. Wir ließen uns von Eduardo, als Franzose ein Experte guten Essens, beraten und suchten gemeinsam ein typisch britisches Restaurant auf. Traditionell Fish and Chips essen.

Es war ein unglaublich schöner Abend. Wir genossen die Zeit, hatten aufgrund unserer Erlebnisse reichlich Gesprächsstoff und der Abend wurde lang. Ein würdiger Abschluss einer tollen Zeit.

Auf dem Rückweg wurde mir dann bewusst, dass diese trotz der kleinen Mängel harmonische und wirklich schöne Zeit am nächsten Tag ihr Ende finden würde. Wir hatten uns gefunden. Hatten gemeinsam Englisch gelernt, London erkundet und sind durch Dick und Dünn gegangen.

Meine schöne Zeit dort war zu Ende. Und dementsprechend schwer fiel der Abschied. Wir tauschten Adressen aus und versprachen, in Kontakt zu bleiben.

Ein Teil des Abends sollte mir dennoch etwas länger in Erinnerung bleiben. Die Portion Fish and Chips. Man sollte am Vorabend einer großen Reise definitiv kein schweres Essen zu sich nehmen. Und wenn dann doch, dann in Maßen. Wer das missachtet, der leidet. Die leckerste Portion englischen Essens auf meinem Teller ließ alle Vorsätze vergessen und der Kopf schaltete aus.

Und entsprechend anstrengend wurde dann die Rückreise.

 

Fish and Chips – Fluch und Segen zugleich

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