Bloggen starten – meine Schritte ins Bloggerleben

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Photo by Thomas Lefebvre on Unsplash Blogs – Mann am Laptop

 

Vor vielen, vielen Jahren startete meine Computerkarriere. Sie war sehr steinig, denn eigentlich wollte ich vor 35 Jahren mit dem neuen Wunderding anfangs nur zocken. Wer kennt sie nicht, die Quake-Ballerorgien in den ersten einfachen Netzwerken oder die Jump and run-Spiele á la Super Mario? Oder wer hat nicht mindestens einen Joystick bei der Winterolympiade am alten Commodore C64 oder 128 brachial in den Computerhimmel geschickt?

Hätte ich doch damals mehr Wert auf die ersten Dinge des Computers gelegt! Dann wären die ersten Schritte in mein Bloggerleben weniger mühselig ausgefallen.

Commodore C64 aus den 80ern

Aber egal – es ist nie zu spät. Und vor 3 Wochen wuchs in mir der Gedanke, meine Bloggerkarriere zu starten. Ganz ohne monetäre Gedanken, einfach so, um mich im reifen Alter von 50 Jahren nochmals „selbst zu verwirklichen“.

Es geht nicht um Monetäres, was in vielen Blogs zu diesem Thema als reizvollen Nebeneffekt angesprochen wird. Nein, es geht um Erfahrung, Kreativität und den Kontakt mit anderen Menschen. Nebenbei auch um eine Entwicklung, die ich mir im Laufe der nächsten Zeit in allen Bereichen des Gestaltens von Texten, Bildern und Grafiken aneignen wollte.

Und dies ist die Geschichte dazu. Ich versuche, hier weitgehend ohne Fachbegriffe zu schreiben, denn man muss kein Experte sein, um einen Blog zu eröffnen.

 

Herangehensweise:

Als Neuling im Blogging war der erste Schritt die Stoffsammlung über Blogging. Denn was ist eigentlich Bloggen? Im Internet gibt es unzählige Hinweise dazu, aber letztlich half mir persönlich ein kleines Büchlein von Amazon:

Die ultimative Blog-Bibel: Alles über Blogdesign, Schreiben, SEO, Marketing & Monetarisierung von Julia Bräunig.

Hier wird wirklich alles zum Thema beschrieben. Auch, dass man nicht so einfach nebenbei bloggt, sondern dies einer umfangreichen Vorbereitung bedarf und auch gewisse Investitionen nötig sind. Dies sollte all denjenigen zeigen, doch lieber die Finger davon zu lassen, wenn nicht genug Herzblut dahintersteht. 

Für mich war dies keine Abschreckung, sondern Bestärkung meines Vorhabens und Grundlage des weiteren Handelns.

 

Blogger rules

Was mir persönlich vor den weiteren Schritten ins Bloggerleben wichtig war, waren meine „Blogger rules“. Also die Regeln, die ich mir am Anfang aufstellte, um – sollte sich Erfolg einstellen und ich tatsächlich regelmäßige Leser finden – nicht abzudriften. Oder Dinge zu tun, die meinen Grundgedanken (kein Kommerz, Spaß, maximaler Zeitaufwand pro Tag/Woche/Monat sowie Leserorientierung) widersprechen. 

 

Basics

Der wichtigste erste Schritt, der angegangen werden musste, stellte das Thema dar. Die Findung war in der Tat sehr langwierig. Unzählige Stunden drehten sich nur um dieses Thema. Es wurden Listen geschrieben, die all meine Interessen aufzeigten. Dann wurden diese in Themenblöcke zusammengefasst und es musste die Entscheidung fallen, welches Thema den meisten Stoff hergibt. Was also genügend Themen für eine lange Bloggerkarriere aufweist. Am wichtigsten war die Frage, bei welchem Thema schon der Gedanke daran Herzklopfen verursacht.

Neben dem Thema durften auch nicht der passende Slogan und das ultimative Logo zur Traumkarriere fehlen. Diese drei Punkte verschlangen viel Zeit. Immer wieder wurden Namen kreiert und wieder verworfen. Themen wurden für gut befunden und wieder fallen gelassen. Unzählige Grafiken standen zu Wahl und alle wurden gelöscht. Bei allem, was ich tat, drehte sich alles darum, diese drei Punkte optimal zu besetzen.

 

Umsetzung 

Als dann schließlich die Würfel gefallen waren, also das Thema gefunden, der Slogan „Just do it“ als perfekt bewertet und auf der Website „Logogeist.de“ das Logo für kleines Geld (knapp 20 Euro) erstanden waren, ging es ans Eingemachte. Welchen Webhoster nehmen? Das Ziel: möglichst viel Webspace (also Platz, um mein Programm zu installieren und zu unterhalten), kostenfreie Domains und gute Bewertungen betreffend Geschwindigkeit, Support, Zuverlässigkeit etc. Nebenbei wäre optimal, wenn schon „Wordpress“ installiert ist, denn mit diesem Programm wollte ich meinen Blog erstellen.

Diese „eierlegende Wollmilchsau“, auch Webhoster genannt, fand ich bei „Netcup.de“. Genug Platz, drei Domains kostenfrei inkludiert und die Bewertungen waren auch gut. Also schlug ich kurzerhand zu und reservierte mir meine Domain „Luditrio“ und zwei andere vielversprechende für knapp 3 Euro im Monat. Also bis jetzt ein durchaus finanzierbares Hobby.

Die Buchung sowie Reservierung der Domains gingen schnell und unkompliziert von der Hand und innerhalb einer halben Stunde war ich stolzer Besitzer meiner ersten Domains. Kniffliger war dann die Konfiguration, auf die ich nur grob eingehen möchte, ändert sich die Oberfläche des Providers doch oft und dann beginnt die große Suche. Auch ist ja nicht sicher, ob ihr den gleichen Weg mit dem gleichen Provider wählt.

Wichtig war ebenfalls, die SSL-Verschlüsselung für diese Domain aktivieren zu können. Denn Verschlüsselung ist Sicherheit und ein Qualitätsmerkmal. Auch musste eine E-Mail-Adresse eingerichtet werden, auf die meine Leser schreiben können bzw. über die sie Antworten erhalten. Diese Installationen sowie auch die des Programms „WordPress“, mithilfe dessen ich meine Blogs erstellen wollte, gingen erstaunlich einfach. Knifflig war, dass ich WordPress anfangs nur in Englisch installieren konnte, was zwar nervte, aber handhabbar war. Nach einigen Wochen Praxis war dieses Problem dann auch Geschichte. Ein einfacher Klick in den Einstellungen und ich konnte in Deutsch mit dem Programm kommunizieren.

 

Gestaltung

Anschließend, als die Basics vorhanden waren, sollte die Website Gestalt einnehmen. Und dafür holte ich mir fachlichen Beistand bei Amazon: „WordPress – Das Praxisbuch Schritt für Schritt installieren, konfigurieren, Waren verkaufen, Bloggen und vieles mehr“ von Uwe Kraus. Ein Buch ohne für Laien unverständliche Fachbegriffe. Einfach loslegen, so wie ich es mir vorgestellt hatte. Und das Ganze war logisch aufgebaut und wirklich leicht nachstellbar.

Die Erstellung der Website „Luditrio.de – Just do it“ erfolgte analog zu den Themen im Buch. Ich setzte die neu gelernten Kenntnisse parallel am Bildschirm um und mit jedem Kapitel wirkte meine Website professioneller. Anfangs kam nur Text hinein, dann die Plugins, die die Handhabung vereinfachen Schließlich lernte ich das Einfügen von Bildern.

Die ersten Beiträge entstanden. Mit jedem neuen Beitrag floss auch ein wenig neues Wissen in diesen ein. Das Projekt wuchs zusehends. Nicht nur optisch oder im Handling. Nein, auch der Schriftstil änderte sich. Die Texte wurden im Laufe der Zeit klarer, die Worte schlüssiger. Und mir der Sicherheit kam das „gewisse Etwas“ hinzu. Das ist dann, wenn ab und an ein kleiner Schelm zwischen den Zeilen hervorschaut. Es geht doch ?.

 

Fazit

Einfach mal loslegen. Das Vorhaben mithilfe zahlreicher im Netz oder in der Literatur verfügbarer Informationen anpacken. 

Auf diese Weise entwickelte sich in diesem Fall aus einer ersten Idee ein vielversprechendes Projekt, welches für alle greifbar und sichtbar ist. Und das Schöne am Bloggen: man ist nie fertig. Jeder Text kann in sich wachsen. Jedes Bild kann perfekter oder das Gesamtgebilde schlüssiger werden. Ich spüre schon das Fieber, immer neue Projekte, also Themen, anzugehen und zukünftig meine Kamera (die ist übrigens bis jetzt nur ein Handy) gezielt auf Objekte zu richten, die ich dann auch einbauen möchte.

Werdet Teil meiner Entwicklung. Und wenn ihr Anregungen oder Tipps habt, schreibt sie mir. So können wir vielleicht ein bisschen gemeinsam wachsen.

 

Just do it!

Zwischenfazit nach einem Dreivierteljahr Blogging:

Wie in der Literatur oft beschrieben, ist auch bei meinem Blog der Weg zum Erfolg sehr steinig. Leser finden sich nicht einfach so, nur weil man schön schreibt. Denn jeder, der schreibt, findet seine Worte ansprechend und unwiderstehlich. Die Menge ist ebenfalls nicht der Grundstein für viele Besucher auf der Website.

Vielmehr sind es die Themen, die ihre Leserschaft finden müssen. Wenn jemand genau das sucht, was in meinem Texten geboten wird, muss er erst einmal den Weg dorthin finden. Dies erfolgt logischerweise über Suchmaschinen. Und die brauchen Zeit, genau dein Kleinod auf deinem gemieteten Speicherplatz zu finden.

Und deshalb ist das wichtigste Gebot des Bloggens: Geduld. Man ist nicht innerhalb weniger Tage und Wochen der viel gefeierte Star am Bloggerhimmel. Bei allem Talent muss man auch hier viel, viel Geduld mitbringen. Es kann bisweilen viele Monate dauern, bis sich der erste „fremde“ Besucher auf der Homepage einfindet.

Unterstützend kann man natürlich die Öffentlichkeitsarbeit forcieren, um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Der einfachste Weg sind Freunde und Bekannte, die hierzu eingebunden werden. Oder mal auf Partys ein paar Visitenkarten kreisen lassen und in der Firma einen Aushang am Schwarzen Brett platzieren. Aber ist meist nur von regionaler Bedeutung.

Überregional muss man online aktiv werden. Zum Beispiel lässt es sich wunderbar in andere Foren zum gleichen Thema wie der eigene Blog beitreten und man kann sich dort mit sinnvollen Kommentaren hervortun. Oder kann ein korrespondierendes Facebook-Profil erstellen. Auch Pinterest und Twitter sind sinnvolle Ergänzungen für eine allumfassende Präsenz.

Was auch besonders wichtig ist, das sind die Schlagworte in den einzelnen Beiträgen. Der Blog muss in sich „rund sein“. Bei der Erstellung sollte man die passenden Keywords im Dokument hinterlegen, damit die Seite auch leicht über die Suchmaschinen gefunden werden kann. Ebenso kann man reichlich Links zu anderen eigenen und auch fremden Beiträgen einpflegen, die dann wieder auf das Eigene zurückverweisen. Und natürlich mit attraktiven Bildern die Besucher „einfangen“.

Aber wie schon geschrieben: Ihr müsst Geduld mitbringen. Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, nur weil nach zwei Wochen noch keine Kommentare aufgetaucht sind. Das braucht Zeit. Genau wie eine stetige Besuchergemeinde, die deine Texte mag. Die will gefunden und unterhalten werden. Mit regelmäßigen, gut recherchierten Beiträgen. Just do it!

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